Bronze für Sarah Kistner bei der Cross EM

Sarah Kistner hat dem Schnee, dem Matsch und der Höhenlage getrotzt und mit einem überzeugenden Auftritt bei den Cross-Europameisterschaften im bulgarischen Wintersportort Borovets bei Samokow wieder einmal auf sich aufmerksam gemacht. Sie gewann mit dem deutschen Team die Bronzemedaille und komplettierte damit ihren Medaillensatz bei internationalen Großereignissen nach Mannschafts-Gold und Einzel-Silber bei der Berglauf-WM in Italien im September.

Drei Tage nach ihrem 17. Geburtstag ging die Erfolgsgeschichte von Sarah Kistner weiter. Auf dem 4.158 Meter langen Kurs kam der Schützling von Trainer Martin Lütge-Varney als zweitbeste Deutsche in 15:09 Minuten auf den 19. Platz (76 Teilnehmerinnen am Start). Die Siegerin Emine Tuna aus der Türkei war 56 Sekunden schneller als die Kronbergerin. Alina Reh (TSV Erbach), die nach vier von fünf Runden noch an der Spitze gelegen hatte, gingen am Ende die Kräfte aus. Die Zweite der Olympischen Jugendspiele über 3.000 Meter wurde in 14:34 Minuten Vierte. Nachdem Sarah Kistner die Anfangsschlaufe als 28. beendet hatte, arbeitete sie sich auf der gefrorenen und welligen Strecke (allerdings ohne nennenswerte Anstiege) schnell auf den 18. Rang vor. Erst auf der letzten Runde büßte sie noch einen Platz ein. Das Team aus Großbritannien kam mit vier Läuferinnen unter die Top Ten und holte sich in dem 1.350 Meter hoch gelegenen Wintersportort am Rande des Rila-Gebirges mit 18 Punkten zum fünften Mal in Folge die Goldmedaille. Team-Silber ging an Frankreich (64) gefolgt von der deutschen Mannschaft (74), für die neben Reh und Kistner auch Anna Gehring (SC Itzehoe/23.) und Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer Leverkusen/28.) in die Wertung kamen. Die fünfte deutsche Starterin war Tina Donder (Erfurter LAC/42.).

Coach Lütge-Varney hierzu: Ich bin sprachlos. Es war wirklich schwierig sich gegen diese extrem starke Konkurrenz durchzusetzen, zumal Sarah eine der jüngsten Starterinnen im Feld war. Aber noch mehr als über die Medaille freue ich mich, dass sie das Rennen heil und gesund überstanden hat, die Strecke war doch schon sehr vereist und ich hatte Angst, dass sie stürzen und sich verletzen würde. Glücklicherweise ist alles gut gegangen.

Für Sarah und Martin wartet zum Ende des Jahres noch ein besonderes Highlight: Beide sind jeweils zum Lauf der Asse im Rahmen des renommierten Silvesterlaufs in Trier eingeladen worden und treten nun gegen die besten Eliteläufer Deutschlands an.