Die Jungfrau rief und wir kamen

Am 14.09.2013 fand der 21. Jungfrau Marathon in der Schweiz statt. Julia Beiderlinden, Klaus Knam und Ilona Ruhnau folgten dem Ruf der Jungfrau und machten sich auf ins Berner Oberland. Organisatoren sind ja selten bescheiden, was ihre eigene Veranstaltung angeht. „Die schönste Marathonstrecke der Welt“ so tituliert der Veranstalter. Aber Klaus ist wohl auch dieser Meinung, denn für ihn war es bereits die 11. Teilnahme am Jungfrau Marathon. Für Julia und mich war es eine Premiere.

ILona, Julia und Klaus

Hier unsere Eindrücke: Um 9:00 Uhr ging es in Interlaken bei idealem Wetter und nach Singen der Schweizer Nationalhymne los. Rund 4.500 Läuferinnen und Läufer machten sich auf den Weg zur Kleinen Scheidegg. Interessant zu wissen: Interlaken liegt bei 568m, die Kleine Scheidegg bei 2061m, der höchste Punkt liegt bei 2300m. Aber locker bleiben! Die ersten 25 km bis Lauterbrunnen sind so gut wie flach, und wir konnten den Rufen der Schlachtenbummler gut nachkommen. Die Schweizer riefen immerzu: „Hopp, hopp, hopp“ und „Supa, supa, supa“. Überall Musik und rot-weiße Fähnchen. Die Stimmung war bis auf kleinere Problemchen echt gut bei uns dreien. Und das schöne Wetter, die herrliche Landschaft, die gute Verpflegung und auch der Zuspruch unserer persönlichen Coachs Angela und Lothar, beflügelten uns.

Drei strahlende Finisher beim Jungfrau Marathon

Leider hatte es sich bei Kilometer 25 ausgehoppt, denn dann ging es nach Wengen hoch. Auf vielleicht 3 km waren knapp 500 Höhenmeter zu bewältigen. Also, Gang raus und gehen. Allerdings waren wir oben in Wengen schon mal ziemlich k.o., sodass die eigentlich gut laufbaren Höhenmeter bis Kilometer 35 auch eher gegangen wurden. Und dann kam der Knaller: Über die Wixi Alm zum Eigergletscher – schlappe 1.000 Höhenmeter – mit Riesenstufen auf einer sehr krampfanfälligen Strecke. Aber das Panorama von Jungfrau, Mönch und Eiger, die Alphornbläser und Fahnenschwenker, der Dudelsackspieler, der herzliche Empfang der Zuschauer und nicht zuletzt die gute Schweizer Schokolade, die es am allerhöchsten Punkt gab – das alles war herrlich und ließ uns die Anstrengung gut ertragen. Am besten war natürlich, dass wir drei uns unterwegs immer wieder gefunden haben und letztlich nach 5:49h gemeinsam ins Ziel einlaufen konnten. Der Sprecher begrüßte uns mit: „Und hier kommt das Trio vom MTV Kronberg“ – wenn das mal nicht in die Annalen des Vereins eingeht.