Marathon in Corona-Zeiten geht nicht – gibt’s nicht

Offizielle Präsenzwettkämpfe gibt es noch nicht. Das dürfte derzeit jeder wissen. Aber nur virtuell muß es auch nicht sein. So veranstaltet der 100 Marathon Club Deutschland e.V. weiterhin Marathonläufe. Diese sind von der Teilnehmerzahl dann sehr stark beschränkt, es gibt ein langes Startfenster, jeder nimmt seine Zeit selbst und verpflegen muß man sich ebenfalls selbst. Letzteres wird meist dadurch geregelt, das der private Organisator aus dem oben genannten Club die Strecke mit mehreren Runden so wählt, dass man immer wieder Start-Ziel vorbei läuft wo es üblicherweise einen Parkplatz gibt. Soll heißen, seine eigene Verpflegung deponiert man einfach im eigenen PKW.

So geschehen an Christi Himmelfahrt am 13.05.2021 bei uns mehr oder weniger vor der Haustür. Es gab den 1. Marathon am Mammolshainer Berg. Die 5 Runden à 8,5km und in Summe 1000 Höhenmeter haben dann scheinbar aber doch einige Läufer:innen abgeschreckt. Nicht so unseren Abteilungsleiter Laufen Thomas Schiller. Er hat sich gedacht, wenn schon nicht das traditionalle Wandern in gewohnter Männergesellschft möglich ist, dann eben einen Marathon laufen. Noch dazu auf einem Teil der heimischen Trainingsstrecken. Neben ihm waren noch 7 andere Mitstreiter:innen auf der Strecke. Das Wetter war perfekt für einen Lauf am frühen Morgen, anfangs Hochnebel der sich dann später mit sonnigen Abschnitten abwechselte. Die Strecke war vom Organisator sehr gut ausgeschildert mit Sprühkreide. Und trotz des starken Regens am Vortag war der Untergrund auf meist breiten Wanderwegen, kürzeren Trails und einem ca. 150m langen Rasenstücks gut zu laufen. Als Belohnung gab’s am Ende eine schöne Urkunde vom Veranstalter und eine selbst gestaltete Medaille von der besseren Hälfte von Thomas. Witzigerweise haben beide zufällig das selbe Motiv gewählt welches man auch beim Lauf zumindest in der letzten Runde erkennen konnte nachdem sich der Hochnebel verzogen hatte.