Rheinsteig-Extremlauf: Ein Erlebnisbericht von Ilona Ruhnau

Ilona Ruhnau und Klaus Knam liefen am vergangenen Sonntag den Rheinsteig-Extremlauf, der als anspruchsvollster Lauf im Rheinland gilt. Über ihren ersten Extremlauf hat Ilona einen kleinen Bericht geschrieben:

Mein erster Extremlauf sollte der „7. Rheinsteig-Extremlauf“ am 26. Mai 2013 werden. 34 km – 1.200 Höhenmeter durch das herrliche Siebengebirge, so wirbt der Veranstalter. Also haben Klaus und ich uns ins Rheinland aufgemacht.

Was sollte so extrem sein an diesem Lauf? 34 km sind zu schaffen, vor den 1.200 Höhenmetern hatte ich Respekt. Aber was an diesem Lauf extrem war, das sollten Klaus und ich hautnah – im wahrsten Sinne des Wortes – noch erfahren. Der Lauf war nämlich extrem nass – Dauerregen – und extrem matschig.

So liefen wir am Sonntag um 8:00 Uhr los, bei Regen versteht sich. Zum Dornheckensee hoch, über den Petersberg, dem früheren Gästehaus der Bundesregierung in Bonn, vorbei am Milchhäuschen, einem schnuckeligen Gasthaus mitten im Wald (dort gibt es leckere Waffeln, das weiß ich). Und dann wieder hoch zum sagenumwobenen Drachenfels, wieder runter nach Rhöndorf, vorbei am Grab von Konrad Adenauer und dann wieder knackig rauf zur Löwenburg. Von dort begann der Abstieg nach Bad Honnef zur Insel Grafenwerth. Die Pfade und Wege waren eine einzige Matsche. Ich hatte teilweise das Gefühl, ich laufe direkt im Bach. Die Abstiege waren manchmal ganz schön schwierig, da sie sehr steil und sehr rutschig waren. Die versprochene Aussicht blieb uns leider verwehrt; die sieben Berge hatten sich in Nebel gehüllt. Aber die Strecke war toll, und das Wetter hat dem Ganzen echt einen Kick verliehen.

Dass ich für meine Verhältnisse so gut durchgekommen bin, verdanke ich Doris. Die hat mir ihre Taktik verraten, die da lautet: „Die Berge hoch gehst du und runter rennst du so schnell wie du kannst.“ Hab ich so gemacht.

Doch der wahre Grund, warum ich mich für diesen Lauf angemeldet habe ist folgender: Wie manche von euch wissen, komme ich ja aus der Gegend, und ich fand das einfach herrlich, beim Schwätzchen mit den Streckenposten den rheinischen Singsang zu hören.

Die Organisation war tip top, alle 3 km Verpflegung und eine sichere Streckenführung mit jeder Menge Streckenposten. Zum Schluss gab es eine Medaille, ein Glas Honig und leckere Teilchen für alle.

Klaus und ich fuhren, wieder sauber, zufrieden in den Taunus zurück.