Sarah Kistner qualifiziert sich für die Berglauf EM

Nach langer Verletzungsserie meldet sich Sarah Kistner vom MTV Kronberg eindrucksvoll zurück. Im Rahmen des Gampernay Berglaufs im schweizerischen Grabs galt es sich für die Berglauf EM zu qualifizieren, die Anfang Juli in Zermatt stattfindet. Die Strecke in Gampernay erwies sich als recht schwierig: 1000 Höhenmeter auf einer Strecke von gerade einmal 8,8 km galt es zu erklimmen, wobei das steilste Stück auf dem letzten Teil der Strecke auf die Teilnehmer wartete. Im Anfangsteil der Strecke, der noch relativ flach und asphaltiert war, verhielt sich Sarah noch abwartend und auf eine gute Position bedacht, bevor sie sich dann an die Spitze des Frauenfeldes setzte und ihre Führungsposition nicht mehr hergab. Mit einer Zeit von 53:31 min war ihr der Sieg nicht zu nehmen. Ganze 1:46 min betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Melanie Noll, ebenfalls eine deutsche Spitzenläuferin. Dritte wurde die britische Topläuferin Holly Page. Damit konnte sich Sarah souverän für die Berglauf EM qualifizieren. „Ich bin froh und erleichtert, dass für Sarah alles so gut lief,“ so Sarahs Trainer Martin Lütge-Varney nach dem Rennen. „ Ich hatte allerdings im Vorfeld ein gutes Gefühl. Die Formkurve zeigte in den letzten Wochen doch deutlich nach oben und auch die tollen Resultate mit dem Sieg beim Feldberglauf und dem Gewinn der Bergwertung beim Radrennen am 1. Mai stimmten mich hoffnungsfroh“.

Jetzt gilt es „beim Konzert der Großen“ mitzumischen, denn erstmalig startet Sarah bei einer internationalen Meisterschaft nicht bei den Juniorinnen, sondern in der Frauenklasse, was eine noch stärkere Konkurrenz erwarten lässt. Coach Lütge-Varney weiter: „Wir schauen auf den verbleibenden Trainingswochen nur auf uns und schielen nicht darauf was die Konkurrenz macht. Die Qualifikation ist schon ein Riesenerfolg und war das Hauptziel in dieser Saison. Alles was jetzt noch kommt, ist praktisch „on Top“. Nichtsdestotrotz bin ich verhalten optimistisch, dass Sarah auch in Zermatt toll performen und den Deutschen Leichtathletik Verband exzellent vertreten wird.“