Team-Gold für Sarah Kistner bei den Cross-Europameisterschaften

Golden Girls v.l.n.r.: Anna Gehring, Franziska Reng, Sarah Kistner, Konstanze Klosterhalfen, Alina RehEinen weiteren großen Erfolg konnte die Kronbergerin Sarah Kistner (MTV Kronberg) bei den Cross-Europameisterschaften im französischen Hyères für sich verbuchen. Im 82 Athletinnen umfassenden Teilnehmerfeld belegte Sarah auf einer Strecke von 4.157m Länge in einer Zeit von 13:35min einen hervorragenden 6. Platz. Übertroffen wurde dieses Ergebnis nur noch vom Mannschaftsresultat. Zusammen mit Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen), der U20-Doppeleuropameisterin (3.000/5.000 Meter) Alina Reh (TSV Erbach/13:20) Franziska Reng (LG Regensburg/13:40) und Anna Gehring (SC Itzehoe/13:51) erreichte Sarah die Goldmedaille. Mit 20 Punkten, gewertet wurden die besten vier Läuferinnen, verwies die deutsche Equipe Großbritannien & Nordirland (40) nach fünf U20-Team-Titeln in Serie dieses Mal auf Rang zwei vor Dänemark (62).

Für Sarah Kistner war es bereits die dritte internationale Podiumsplatzierung 2015. Bei den Berglauf-Europameisterschaften gewann die Athletin von Trainer Martin Lütge-Varney im Einzel und im Team. Bei der Cross-EM 2014 stand Platz drei im Team zu Buche, zusammen mit Reh, Klosterhalfen, Gehring sowie Tina Donder (Erfurt). Sarah Kistner ist auch 2016 noch in der U20 startberechtigt, ebenso Konstanze Klosterhalfen und Alina Reh. „Das Gesamtprofil der Strecke hat mir schon gut gefallen, vor allem, wenn dir immer mehr Läuferinnen entgegen kommen und du Platz um Platz nach vorne laufen kannst,“ so Sarah nach dem Rennen. Die Kronbergerin konnte sich somit zwei Tage nach ihrem 18. Geburtstag selbst ein starkes, das Team das tollste Geschenk machen.

Kistners Heimtrainer Martin Lütge-Varney, der berufsbedingt nicht anreisen konnte, zollte seinem Schützling ebenfalls ein dickes Lob: „Sarah muss sehr vernünftig und besonnen gestartet sein, so dass sie am Schluss ihre Stärke – den langen Endspurt – voll ausspielen konnte.“ Selbst nachdem er einige Nächte über die Ereignisse geschlafen habe, so fügt er hinzu, „kann ich es noch immer nicht so ganz fassen, was da in Frankreich abgelaufen ist. Ich habe mir den EM-Parcours Wochen vorher auf der Veranstalter-Homepage angesehen. Da wurde mir bereits klar, dass es ein sehr schnelles Rennen werden würde. Darum haben wir auf Schnelligkeit und Tempohärte trainiert. Das hat sich dann wohl bezahlt gemacht,“ so das Fazit des Coachs.

Nun wartet auf Sarah ein weiteres Großereignis: Der europäische Leichtathletik-Verband (European Athletics Association) hat die angehende Abiturientin der Altkönigschule für die Europaauswahl im Rahmen des Great Edinburgh Cross im Januar nominiert. Dort treten die USA, Großbritannien und Europa gegeneinander an, in der U20 in Sechser-Teams. Zudem hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hierzu Lütge-Varney als offiziellen Betreuer vorgeschlagen. Lütge-Varney hierzu: „Das ist eine Riesenehre für Sarah für das Team Europa dort starten zu können. Der Great Edinburgh Cross ist eine der bedeutendsten Lauf-Veranstaltungen der Welt. Für mich ist es ein weiterer Meilenstein in meinem Werdegang als Trainer“.