Challenge Heilbronn – strahlende Finisher trotzen Pannenserie vor dem Start

Challenge Heilbronn

Zur Challenge Heilbronn reisten Mark Lembke und Ralph Gürsching im Juni. Für Mark war es die Premiere auf der Mitteldistanz, Ralph wollte das Ziel „unter sechs Stunden und ‚gut‘ ankommen“ erreichen. Außerdem war Felix Lembke am Start auf der Olympischen Distanz.

Hier die Berichte der beiden Athleten:

Mark Lembke

Mark Lembke: „Das Ganze fing am Samstag mit einem Desaster an. Mein neues Superrad machte nicht das, was es sollte. Die Wattmessung war über Nacht ausgefallen und bei der Wettkampfvorbereitung bemerkten wir, dass die Vorderbremse nicht richtig eingestellt war, so dass mir der Draht das Gummi des Reifens abhobelte. Stunden um Stunden vergingen, und wir waren noch immer nicht nach Heilbronn aufgebrochen. Dann in totaler Hektik der Aufbruch und einige Utensilien blieben daheim – Gott-sei-Dank nichts Wichtiges – außer Felix‘ Neo… Er hat dann meinen Neo genommen, ich habe dafür sein Vorderrad bekommen, und er nahm meines, damit funktionierte die Bremse.

Das Schwimmen lief bei mir gut bis auf 1,5 Panikanfälle – der Neo war zu heiß und eng – dann fand ich meinen Rhythmus und bin gut im Schnitt von 2 Min/100m geschwommen. Das Radfahren über die 93km lange Strecke und mit ca. 1.100 Höhenmeter rauf und wieder runter war ziemlich brutal, hier erreichte ich einen Schnitt über 30 km/h. Beim Laufen über den Halbmarathon war immer hin noch eine 1:41h drin. Mit diesem Gesamtergebnis bin ich wirklich zufrieden für meine erste Mitteldistanz!“

Ralph Gürsching: „Da mein erster Halb-Distanz Versuch (Moret 2014) mit Übelkeit und Krämpfen eher kläglich zu Ende ging, war das Ziel für die Challenge Heilbronn‚ einmal sicher durchkommen und – wenn möglich – unter sechs Stunden zu bleiben. Dabei hat mir vor allem die Radstrecke mit 93km durch die Weinberge mit den vielen Höhenmetern und die herausfordernde Wechselzone (in einem Parkhaus 3. Ebene weitab vom Schwimm-Ausstieg) gehörigen Respekt eingeflößt.

Ralph Gürsching

Nach den reibungslosen Check-In Prozeduren am Samstag (gute Organisation!) kam es dann am Sonntagmorgen 45min vor dem Start zur ersten ‚Challenge‘: beim finalen Besuch des Rennrads musste ich einen platten Hinterreifen diagnostizieren. Dank kurzfristiger Sondergenehmigung der Orgamitglieder durfte ich das Parkhaus noch einmal verlassen und mich auf die Suche nach Unterstützung einer der Aussteller auf der Triathlon-Messe begeben – einen Ersatzschlauch hatte ich natürlich nicht dabei… Gott sei Dank gab es die und 15min vor dem Start war das Rennrad wieder am Platz.

Danach ging es im Sprint zu Schwimmstart – Neo anziehen, ein paar Mal Armkreisen und los – ich war noch nie so gut aufgewärmt vor einem Schwimmstart! Die Schwimmstrecke war für einen ‚Links-Atmer‘ wie mich sehr dankbar, da es sich um eine Wendepunktstrecke im Uhrzeigersinn im Neckar handelte – erst gegen die leichte Strömung, dann mit und immer schön links am Ufer entlang. Meine Renneinteilung war gut – erstmal ruhig in den Rhythmus kommen, die letzten 400m konnte ich dann nochmal richtig Gas gegeben – scheinbar hat das Schwimmtraining ja doch geholfen.

Nach dem Wasser-Ausstieg mussten alle Teilnehmer über eine Treppe auf die Neckarbrücke und von dort einige 100m zum Parkhaus laufen, erst dort wurde die Schwimmzeit gemessen. Im Parkhaus dann über das Treppenhaus in die 3. Ebene, Rad schnappen und die drei Ebenen zum Ausgang runterschieben.

Die Radstrecke führte zuerst durch die Stadt, dann in die Weinberge. Die Strecke war so schlimm wie befürchtet – entweder rauf, runter, links oder rechts. Egal – es ging ja allen so, die Beine haben es gut verkraftet und Gott sei Dank waren zumindest die letzten 10km eher flach bzw. bergab.

Felix Lembke

Dann ging es mit leichtem Vorsprung vor meinem Zeitplan auf die Laufstrecke. Die Beine waren OK, meine größte Befürchtung waren jetzt Magenprobleme und Krämpfe – der erste Versuch im Vorjahr endete ja in einem Krampf-Übelkeits-Festival.

Bis km 9 lief alles gut, dann kam er, der erste Krampf im rechten Oberschenkel. Nach einer kurzen Pause hat sich der Muskel aber wieder beruhigt und ich konnte zu meiner Überraschung gut weiterlaufen – bis km17. Dann hat die hintere Oberschenkel-Muskulatur zum Streik aufgerufen. Nach einer kurzen Pause mit Dehnung ging es dann aber wieder einigermaßen problemlos auf die letzten Kilometer, die Dank (wahrscheinlich) ordentlicher Vorbereitung und vernünftiger Renn-Einteilung meine schnellsten waren. Auch der Magen hatte gut durchgehalten – das Ernährungskonzept hat scheinbar funktioniert: bis auf Gels hatte ich nichts zu mir genommen und die zweite Laufhälfte vor allem mit Cola an jeder Station bestritten.

Alles in Allem war ich sehr zufrieden, Zeit-Ziel unter 6 Stunden erreicht und – bis auf die zwei Krampf-Pausen – gut durchgekommen!

Challenge Heilbronn (1,9-90-21,1)

NameZeitAKPlatz
282Mark Lembke05:30:04 (00:38:28/00:03:42/03:03:33/00:02:47/01:41:36) MMSEN132
480Ralph Gürsching05:54:22 (00:38:30/00:04:45/03:10:42/00:03:55/01:56:31) MMSEN357

Olympische Distanz

Felix Lembke wurde in der Wertung U20 Zweiter und war sehr zufrieden mit seinem Ergebnis. Die etwas längeren Wettkämpfe scheinen eher sein Ding zu sein als Sprints! Der Lohn für die Mühe war ein Sack voll Siegergeschenke 😀

Challenge Heilbronn (1,5-40-10)

NameZeitAKPlatz
45Felix Lembke02:32:44 (00:24:32/00:03:13/01:19:21/00:03:07/00:42:34) U202