CARGLASS Cologne Triathlon Weekend

Cologne Triathlon Weekend

Anfang September hatten sich Ralph Gürsching, Norman Hertlein, René Kipper, Harald Storch, Mark Lembke und Felix Lembke auf den Weg nach Köln gemacht, um am Cologne Triathlon Weekend teilzunehmen.

Norman – René – Harald – Ralph

Erfolgreichster Starter war Felix Lembke, der bei der Olympischen Distanz am Samstag seine Altersklasse gewinnen konnte. Die anderen vier starteten am Sonntag bei der Mitteldistanz und konnten ebenso sehr erfreuliche Resultate erzielen.

 

Hier sind die Rennberichte:

Norman + René:

„Sonntagmorgen, kurz vor neun Uhr vor den Ford-Werken in Köln: Der Tag ist noch jung und mein Bordmenü im Auto zeigt lausige 9° Celsius an. Frisch, in meinen Augen etwas zu frisch! Aber es hilft ja nichts: vor uns stehen 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und 21km laufen.

Wir (René und ich) schlichen fröstelnd Richtung Fühlinger See, um die Startunterlagen abzuholen. Auf dem Weg wurden wir schon von einigen Leidensgenossen auf dem Rad überholt. Es fand nämlich an diesem Tag nicht nur die Mitteldistanz, sondern auch eine Langdistanz zur Auswahl. Nach Abholung der Startunterlagen ging es schon wieder zurück zum Auto, etwas Tee trinken und nochmal kurz aufwärmen. Auf dem Rückweg trafen wir bereits Mark Lembke mit Sohn. Juhuu, zwei bekannte Gesichter. Nach kurzem Plausch ging es weiter zum Auto.

Der Parkplatz füllte sich indes immer mehr mit Triathleten mit teilweise sehr professionellem Material ausgerüstet und in Begleitung von einer Lebensgefährtin oder einem Lebensgefährten. Da konnte ich mir einen Spruch leider nicht verkneifen: „Schau dich mal um René, jeder nimmt seine Freundin mit zum Triathlon, nur ich, ich nehme DICH mit!“ Ich glaube, das war der Spruch, der uns den ganzen Tag begleitet hat und uns kurz die Schmerzen während des Wettkampfes hat vergessen lassen.

Nach der kurzen Aufwärmphase sprang René voller Elan aus dem Auto und machte sich und sein neu erstandenes Cervelo S1 startklar. Ich zog noch ein paar Aufwärmminuten im Auto vor und aß genüsslich meine Käse Stulle, bis auch ich mich aus dem bequemen warmen Ledersitzen schälte und meine Start-Vorbereitungen traf.

Nach kurzer Zeit waren wir startklar und wir machten uns auf den Weg zum See. René meinte zwischenzeitlich nur trocken: ‚wir sind hier sooo fehl am Platz!‘ Anyway, Augen zu und durch dachte ich.

In T1 bereiteten wir alles für den Radsplit vor und reihten uns in die obligatorische Reihe vor den Dixies ein. Waren beide wohl doch etwas nervöser als es nach außen hin schien. Die Zeit bis zum Start verging wie im Fluge. Ruckzuck fand die Rennbesprechung statt, dann noch schnell die Wechselbeutel abgeben und rein in die Neos.

Der Schwimmstart war um 12:20 für die Profis, um 12:30 war meine Gruppe dran und weitere 10 min später folgte René. Ich begab mich zum Einstieg und tauchte ins kühle Nass – wobei kühl in meinen Augen etwas untertrieben war. Mir blieb kurz die Luft weg. Egal, weiter ging es zum Start. Vorher noch etwas warm schwimmen und dann kam auch schon der Countdown. Los geht‘s. Noch ein kurzer Gruß nach oben und auf ein Verletzungsfreies Rennen gehofft.

Der Start ging drunter und drüber. Da ich kein super Schwimmer bin reihte ich mich daher etwa im hinteren Drittel ein. Es gab ein Hauen und Stechen beim Start und es wurde ordentlich ausgeteilt. Ich hatte bereits nach kurzer Zeit einige Fußtritte und Hände im Gesicht. Mist, einfach nur Augen zu und durch waren meine Gedanken. Nach mehreren hundert Metern habe ich dann auch munter ausgeteilt und meine Position behauptet. Das gute beim Schwimmen waren die unter Wasser gespannten Leinen, da es sich bei dem See um eine Regatta Bahn handelte. So konnte man sich unter Wasser sehr gut orientieren und hat keine Meter verschenkt. Es ging die Hälfte schnurstracks gerade aus um die Boje rum und dann wieder alles Retour. Reine Kopfsache. Nach knappen 35 min sprang ich etwas benommen aber sichtlich erleichtert aus dem Wasser und flitzte zu meinem Rad. Schuhe an, Helm auf, Armlinge anlegen, Brille an und los ging‘s.
Zunächst ging es durch ein Industriegebiet und dann direkt zum ersten Mal in die Kölner City. Nach einer Runde in der Stadt ging es über die Deutzer Brücke wieder Richtung See. Dort angelangt begann es dann Ernst zu werden. Wir mussten eine Schleife auf schlechten Straßen durch offenes Feld fahren. Es herrschte starker Gegenwind, so dass ich dachte, ich stehe. Echt brutal, zumal ich mich in der Vorbereitung nicht wirklich auf das Radfahren konzentriert hatte. Es war ein hartes Stück Arbeit. Zurück in der City musste noch eine kleinere Schleife gedreht werden, um dann im Anschluss kurz hinter der Deutzer Brücke zu T2 abzubiegen. Alles in Allem war die Radstrecke super abgesperrt und es gab auch ausreichend Verpflegungsstellen. Mein Radsplit blieb trotz des Windes unter drei Stunden, sehr zu meiner Verwunderung.

Schnell die Laufschuhe an und dann noch mal kurz aufs Dixi. Los ging meine Lieblings Disziplin. Die ersten 4-5 km lief es echt super und ich habe schnell meinen Rhythmus gefunden. Kurz danach schloss René auf. Er hatte bis dahin anscheinend 10min gut gemacht. Das neue Rad hat ihn anscheinend beflügelt 🙂

Wir waren total aufgekratzt und schnatterten wild drauf los, wie das Rennen bisher gelaufen sei. Die Kilometer flogen nur an uns vorbei. Wir machten viele Plätze gut. In der zweiten und letzten Runde beschränkten sich unsere Gespräche dann nur noch auf das wesentliche. Wir hatten Blut geleckt und schnappten uns einen nach dem Anderen. Es lief echt gut. Auf den Letzten Kilometern schafften wir es auch noch Ralph zu überholen, so dass nur Mark von den MTV Trias vor uns blieb. So schlecht waren wir anscheinend dann doch nicht 🙂

Danach nahmen wir Tempo raus und liefen entspannt ins Ziel. Ein super Ergebnis. Meine Gesamtzeit betrug 5:11h und Renes 5:01h.

Ein einziger Wehrmuths Tropfen aber blieb: Mein Nassbeutel war nach dem Finish nicht mehr auffindbar. Also Neo weg, Taucherbrille und zwei Radjacken weg…

Alles in Allem aber eine gute, wenn auch nicht perfekte Mitteldistanz. Man merkte an der Orga und anderen Kleinigkeiten, dass es kein Rennen der IM Serie war. Die Radtrecke ist in meinen Augen aus der Sicht der Streckenführung verbesserungswürdig, gerade bei der großen Schleife. Dort befanden sich keinerlei Fans, was eventuell auch dem Wetter geschuldet sein konnte. Die Schiwmm- und Laufstrecke haben Spaß gemacht, wobei es auch bei der Laufstrecke zu einigen engeren Passagen kam, in denen man in den Gegenverkehr ausweichen musste. Trotzdem es hat Spaß gemacht und es war eine schöne Sonntagmittag/Nachmittag Beschäftigung!“

 

Ralph:

„Meine zweite Mitteldistanz verlief gefühlt ganz anders als die Erste in Heilbronn. Auch wenn der Köln-Triathlon im Vergleich wesentlich einfacher und schneller ist (kaum Höhenmeter, nur etwas Wind und viele Schlaglöcher) war es insgesamt eine arge Quälerei für mich. Während ich in Heilbronn bei allen Disziplinen das Gefühl hatte, noch Reserven zu haben und einen Endspurt hinlegen zu können, hatte ich in Köln nur beim Schwimmen ein gutes Gefühl.

Beim Radfahren waren auf der letzten Runde die Beine ‚blau‘ und ich hatte keine Energie mehr. Beim Laufen waren die ersten 7km zwar ganz gut und ich hatte die Hoffnung, noch einen ordentlichen Lauf hinzulegen. Dann wurde es aber immer mühsamer, ich wurde langsamer und das letzte Drittel war ein einziger Kampf. Bei Zielankunft hätte ich keinen Schritt mehr laufen können und war – glaube ich – noch nie so kaputt nach einem Wettkampf. Dennoch bin ich mit der Zeit zufrieden und war sogar etwas überrascht – unter 5:30 hatte ich gar nicht erhofft, zumal das Training nach Heilbronn Ende Juni nicht mehr intensiv war. Wahrscheinlich habe ich noch von der insgesamt guten Vorbereitung auf Heilbronn profitiert…. und von der Tatsache, dass ich danach ohne Verletzungen oder Krankheiten weiter trainieren konnte. Zumindest habe ich jetzt auch gelernt, wie sich eine Mitteldistanz anfühlt, wenn man die langen Radfahrten und langen Läufe weitestgehend weglässt :-)“

 

Harald:

„Das Schwimmen war ein ziemlicher Kampf im Wasser, erst mal habe ich mich am Ende des Feldes wiedergefunden. Erst nachdem das Feld auseinander gezogen war, konnte ich mein Tempo schwimmen – dafür war die Zeit am Ende noch ganz ok.
Das Radfahren ging trotz starkem Gegenwind auf der großen Runde besser als erwartet – mit 2:35h hatte ich nicht wirklich gerechnet.
Das Laufen lief in der ersten Runde gut, in der zweiten Runde machte die Wade zu und das zu geringe Lauftraining hat sich gerächt.
In Summe waren 5:12 h für 3-4 Wochen ernsthaftes Training aber völlig ok – ich freue mich schon darauf, wenn ich mal wieder zum Training komme und dann einen Wettkampf machen kann.“

 

 

Mark + Felix:

„Am Freitag, sind Felix und ich nach Köln gefahren, vorher noch bei Il Diavolo vorbei, um die Gangschaltung einstellen zu lassen. Felix war am Samstag dran und lieferte ein starkes Radfahren ab. Das Schwimmen war eher mäßig wegen mangelnden Trainings und Laufen war ok. Das Ergebnis: Platz 1 seiner Altersklasse in der Olympischen Distanz!

Felix

Leider war ich viel zu lange auf den Beinen und habe beim Anfeuern mindestens 15 km an dem Tag zurückgelegt. Das war nicht gerade die beste Vorbereitung auf die Halbdistanz am nächsten Tag.

Am Sonntag war dann also mein Wettkampf: Das Schwimmen auf der Regattastrecke am Fühlinger See war sehr angenehm, da wenig Gedrängel und gute Orientierung, weil in 1,5m Tiefe eine Schnur mit Bojen gespannt war, an der man sich orientieren konnte. Gefühlt war das mein bester Schwimmwettkampf, weil ich keine Panikattacken hatte, meinen Rhythmus gut fand und alles unter Kontrolle hatte. Ich konnte zum ersten Mal auch Wasserschatten schwimmen, was ich lang tat. Daher war wohl auch die Schwimmzeit nicht meine schnellste. Einige Male versuchte ich zu überholen, war aber auf Dauer nicht schnell genug und hing mich wieder in den Wasserschatten.

Das Radfahren lief super. Mein tolles Rad machte einen tollen Job und wir beide kämpften tapfer gegen den starken Wind. Beim Radfahren machte ich insgesamt etwa 300 Plätze (im Gesamtklassement) gut und wechselte dann zum Laufen.

Mark auf seiner Rennmaschine

Das Laufen war gediegen hart, wie das halt nach einem Radfahren am Anschlag so ist. Es lief ganz ordentlich, nach etwa 10km nahm ich mir vor, noch 100 Läufer zu überholen. Bei ca. 65 habe ich aufgehört zu zählen und mich mit anderen Dingen abgelenkt. Zwischendurch gab es mal 1-2 fiese Steigungen bzw. einen Treppenaufgang zu einer Brücke hoch; das konnte einen gut killen.

Insgesamt war das ein toller Wettkampf. Vom Gefühl her liegen mir flachere Radstrecken deutlich mehr als Berge wie in Heilbronn. Mal schauen, wie der Frankfurt-Ironman nächstes Jahr wird.“

 

 

 

 

Cologne Olympic - CARGLASS Cologne Triathlon Weekend (1,5-40-10)

NameZeitAKPlatz
64Felix Lembke02:10:30 (00:26:59/00:02:27/00:57:04/00:00:42/00:43:16) Jun1

Cologne 226 Half - CARGLASS Cologne Triathlon Weekend (1,9-90-21,1)

NameZeitAKPlatz
120Mark Lembke04:55:08 (00:39:28/00:02:33/02:28:14/00:01:47/01:43:03) M4017
153René Kipper05:01:11 (00:38:52/00:03:36/02:35:30/00:03:32/01:39:39) M2533
208Norman Hertlein05:11:11 (00:34:56/00:04:00/02:47:45/00:03:42/01:40:47) M3035
214Harald Storch05:12:26 (00:38:17/00:03:32/02:35:51/00:02:12/01:52:32) M4534
315Ralph Gürsching05:27:05 (00:37:24/00:03:08/02:41:11/00:04:20/02:01:01) M5036