Hitzeschlacht in Viernheim

Ligarennen

Am heißesten Tag des Jahres mit Temperatur bis zu 40 Grad wurden beim Ligafinale von den Athleten alles abverlangt. Unsere Herren hatten nach dem guten Abschneiden eine Woche vorher in Fuldatal doch noch mit einem Aufstiegsplatz in die 2. Hessenliga geliebäugelt.

An den Start gingen Michael, Volker, Florian, Uli und Harald. Harald hatte sich bereit erklärt, für den erkrankten Stefan einzuspringen, obwohl er am Samstag bereits über die Sprintdistanz an den Start ging.

Volker und Michael auf Platz 20 und 21 Bei 26 Grad Wassertemperatur wurde um 13 Uhr der Startschuss am Badesee in Hemsbach gegeben. Nach schnellen 1500 Meter kamen Michael und Volker zeitgleich auf Position 20 aus dem Wasser. Es folgten Florian, Uli und Harald.

Auf dem Rad konnte Michael seine Position behaupten und wechselte als 24. auf die Laufstrecke. Hier zollte er aber dem durch verletzungen bedingten Trainingsausfall der vergangenen Monate Tribut. Nach qualvollen 46 Minuten und als Gesamt 33. lief er aber zufrieden und als Vereinsschnellster ins Ziel. Kurz darauf folgten Volker und Florian, die mit Julia und Valeria aus der Jugendabteilung große Unterstützung an der Strecke hatten. Bis dahin war noch alles im Plan. Harald stieg nach dem Radfahren aus – der Wettkampf vom Vortag zeigte seine Wirkung. Uli war noch auf der Strecke und bis dahin war das Mannschaftsergebniss sicher.

Harald Leider hatte Uli eine Verwarnung (2 Minuten) auf der Radstrecke erhalten, hatte aber beim Wechsel zum Laufen die Penalty Box übersehen und wurde somit nach Zieleinlauf disqualifiziert. Nach endlosen Minuten wurden allen klar, bei nur drei Leuten in der Wertung gibt es kein Mannschaftsergebnis. Kurze Rücksprache mit dem obersten Kampfrichter und Harald ist dann doch noch auf die Laufstrecke gegangen und hat die 10km ganz alleine abgespult. Hut ab! Seine Zeit kam damit noch in die Wertung und wir sind als Team gewertet worden.

Was für ein Wochenende!

Zwei MTVler waren beim V-Card-Triathlon in der offenen Wertung unterwegs.

Nina

Am heißesten Tag des Jahres ging es zum ersten Mal auf die Kurzdistanz für Nina Anna Kuhn. „Um 13.20 Uhr, in der größten Mittagshitze, fiel der Startschuss. Wie das zischte, als wir endlich untertauchen durften! Das Schwimmen (mangels Freiwassertraining und weil’s auch immer noch schneller geht, als Kraulen, erneut in Brusttechnik) lief gut, nach einer Keilerei an der ersten Wendeboje wusste ich endlich, wovon sie immer alle reden. Ab da bin ich schön außen mein eigenes Ding geschwommen und hatte nach 00:32:45 wieder das Ufer unter den Füßen. Der erste Anstieg auf der Radstrecke war steil, heiß und heftig, aber ab dann war es ein Streckenprofil, wie es mir gefällt. 01:38:57 benötigte ich für die knapp 40km und ging gut gelaunt und locker auf die Laufstrecke. Das Elend, was ich dort zu sehen bekam, die vielen, super trainierten Athleten, die rechts langsam gingen, ließen jedoch großen Respekt vor den anstehenden 10km aufkommen und der Plan war ab sofort nur noch: trinken, trinken, trinken! So kreisten meine Gedanken ausschließlich um die Wasseraufnahme und der Laufschritt wurde der Getränkeaufnahme völlig untergeordnet. Kein Tropfen durfte verschüttet werden, vor allem, als es kurzzeitig einen Versorgungsengpass gab. Bei km 7 war ich so vollgepumpt mit Wasser, dass nix mehr reinging, ab da konnte ich mich endlich aufs Laufen konzentrieren und noch ein paar Plätze gut machen. 00:57:12 sind natürlich nicht das, was ich geplant hatte, aber bei knapp 40°C gelten andere Maßstäbe. Nach 03:11:31 kam ich als 7. der Ak W40 ins Ziel – ich denke, für diese Bedingungen kann ich zufrieden sein. Ein Highlight hatte ich noch kurz vor dem Schwimmstart der 1. Gruppe: endlich lernte ich „die andere“ Nina Kuhn kennen und ließ mich mit ihr zusammen fotografieren – da wusste ich natürlich noch nicht, dass sie 2. Frau gesamt werden sollte an diesem Tag!“

Willy In der gleichen Gruppe wie Nina war auch Willy Schuster gestartet, erlebte allerdings keinen guten Beginn, nachdem er von einem Brustschwimmer (nein, es war nicht Nina!) einen heftigen Tritt bekommen hatte. „Die Radstrecke mit den Steigungen und holprigen Abfahrten waren für mich ein Höllentritt, nur noch gekrönt durch die Brückenabfahrt direkt vor dem Wechselbalken. Auf den ersten drei Laufkilometern kam ich kaum voran, zu viel Kraft hatten die Steigungen gekostet. Das viele Wasser, das ich zu mir nahm, blubberte im Bauch und zum Schluss konnte ich wegen Überfüllung nicht mehr trinken. Ich war einfach nur froh, als ich nach 03:44:08 (23. Platz Ak M55) die Ziellinie erreicht hatte. Auf jeden Fall ein sehr gut organisierter Wettkampf, hervorragende Kennzeichnung der einzelnen Startgruppen, ausreichend Platz in den Wechselzonen – da könnte der Veranstalter des Frankfurt City Triathlons noch was lernen!“