Maibach-Man-Trophäe für Ines Kropff

Ines Kropff über ihren Start beim diesjährigen Maibach Triathlon:

Ines Kropff „Der „Maibach Triathlon“ gilt mittlerweile als absoluter Geheimtipp in der Triathlon Szene, von Insidern wird er auch gerne als „Maibach-Man“ bezeichnet.

Die 250 Startplätze sind jedes Jahr innerhalb weniger Tage ausgebucht. Die familiäre und freundschaftliche Atmosphäre hat dazu beigetragen, dass diese Veranstaltung des FSV-Maibach weit über die Grenzen Maibachs hinaus bekannt ist. Die kleine, aber feine Veranstaltung, bei der 300m Schwimmen – 17km Radfahren – 6km Laufen zu bewältigen sind, wird sowohl von Triathlonneulingen als auch von Bundesligastartern besucht. Auch wenn das Schwimmen im winzigen Maibacher Freibad noch recht gemütlich aussieht, warten auf der nur 17 km langen Radstrecke, die über Eschbach und den Donnerskopf führt, 369 Höhenmeter auf die Beine! Und die anschließende Laufstrecke von 6 km durch den Wald geht bis Kilometer 4 erst Mal nur bergan…. – am höchsten Punkt misst sie 388 Höhenmeter. Alles in allem also eine bergige Herausforderung!

Letztes Jahr habe ich hier meinen allerersten Triathlon überhaupt bestritten und die tolle Atmosphäre dieser Veranstaltung hat bestimmt dazu beigetragen, dass ich mich – als ehemalige Ausdauersportartenhasserin – mit dem Triathlonvirus infiziert habe …Letztes Jahr bin ich in Maibach noch Brust geschwommen und jetzt endlich Premiere im Kraulschwimmen. Mit einer Zeit von 5:43min stellte sich das Schwimmen zwar noch als ausbaufähig dar, verlief aber zufriedenstellend. Meine Lieblingsdisziplin, das Radfahren, fühlte sich dann leider alles andere als gut an, jeder Höhenmeter hat richtig weh getan und ich kam mir ewig langsam vor… aber das ist das Schöne an Maibach: die Teilnehmer feuern sich auf der Strecke untereinander gegenseitig an. So bekam ich beispielsweise ein Lob von einem anderen Teilnehmer, als ich ihn am Berg überholte („fährst Klasse Rad Mädchen!“) – das hat mich dann am letzten Berg noch beflügelt und ich war am Ende über die im Vergleich gesehen ziemlich gute Radzeit von 00:44:19 überrascht. Meine größte Angst aber war, dass mein Knie die folgende Laufstrecke nach so langer, verletzungsbedingter Laufpause nicht würde durchhalten können. Ab Kilometer 5 hat es sich dann auch gemeldet, aber den letzten Kilometer wurde ich dann von einem anderen Schmerz abgelenkt, eine Biene hatte mich in den Oberarm gestochen und meine Achsel schwoll zunehmend an…

Auf Bienenstich war ich ja eingestellt gewesen…allerdings in Kuchenform nach dem Wettkampf… Aber egal, der Zieleinlauf nach Maibach hinein entschädigte für die Strapazen und ließ alle Schmerzen vergessen, denn hier wird jeder vom Publikum und den anderen Athleten begeistert empfangen und gefeiert und die Leistung beklatscht… egal ob Einheimischer oder Fremder, egal ob Jedermann oder Ligastarter. Ein weiteres Highlight wartet dann ja auch nach dem Zieleinlauf und der anschließenden Verschnaufpause auf einen… die obligatorische Gemeinschaftsdusche im Dorfgemeinschaftshaus!

Da ich mir um Zeiten keine Gedanken gemacht hatte, war ich dann doch überrascht, als ich bei der anschließenden Siegerehrung für den 1. Platz der AK 35 aufgerufen wurde mit einer Zeit von 01:30:11… und damit knappe 8 Minuten schneller als letztes Jahr! Zu meiner Überraschung hatte ich die anderen Teilnehmerinnen meiner Altersklasse, die letztes Jahr noch vor mir waren, diesmal hinter mir gelassen und bin jetzt stolze Besitzerin der sogenannten „Maibach-Man-Trophäe“: eine handgetöpferte Keramikschale, mittlerweile ein sehr begehrtes Sammlerstück! Tja da muss ich mich doch gleich fürs nächste Jahr wieder anmelden, damit ich dann die passende Tasse dazu gewinnen kann!“