Michael Böhler wird Vize-Hessenmeister auf der Mitteldistanz

Beim 34. Moret Triathlon des VfL Münster stand in diesem Jahr auch wieder die Austragung der Hessischen Meisterschaften auf der Mitteldistanz an. Drei Starter vom MTV waren am Start: Julia Theiß, für die es im offenen Rennen die Premiere auf der Mitteldistanz werden sollte und Nina Anna Kuhn sowie Michael Böhler, die bei der Meisterschaftswertung antraten.

Das Schwimmen beim „Moret“ findet in einem Baggersee bei Babenhausen/ Sickingen statt. 1,9 km waren zu absolvieren, aufgrund der etwas zurückgegangen Temperaturen in den Tagen vorher inclusive Neoprenanzügen. Die anspruchsvolle 92 km-Radstrecke, die als Rundkurs in Richtung Odenwald angelegt ist, der dreimal zu fahren ist, hatte alles zu bieten: flache, schnelle Passagen, ordentlich Höhenmeter (1.000 insgesamt) wie auch etliche winkelige und steile Abfahrten, teilweise auch auf landwirtschaftlichen, unebenen Wegen. Zum Abschluss dann ein flacher Halbmarathon auf einem viermal zu durchlaufenden 5,3 km-Rundkurs durch Feld und Wald, der die Starter immer wieder an den Zuschauern im Zielbereich vorbei brachte.

Michael Böhler, der auf Gesamtplatz 11 als einer der Ersten wieder im Ziel war, hatte sich ganz klar den Altersklassensieg in der M45 bei der Hessischen Meisterschaft vorgenommen, musste allerdings nach 4:53:45h mit nur 13 Sekunden (!) Rückstand ein wenig enttäuscht seinem Altersklassenkon­kurrenten den Vortritt überlassen und sich mit Silber begnügen. „Es lief nicht alles rund im Rennen und vor allem mit meiner Radzeit bin ich nicht zufrieden. Mein großes Saisonziel, die Weltmeister­schaft über die 70.3 Distanz in Port Elizabeth, Südafrika, Anfang September, steht ja noch aus und dort wird es dann hoffentlich besser verlaufen“, so der hessische Vizemeister.

Julia Theiß: „Nach langer, leider oft unsteter Vorbereitung auf die erste Mitteldistanz bin ich nun dieses Jahr endlich das erste Mal angetreten. Es war eine geniale Erfahrung, vor allem in Bezug darauf, was der eigene Körper so leisten kann. Mit dem Schwimmen war ich sehr zufrieden, weil ich die angepeilte Zeit von 35 Min noch um drei Minuten unterbieten konnte. Nach einem schnellen Wechsel ging es dann in die ersten zwei relativ gut laufenden Radrunden. Auf der dritten Runde merkte ich aber schon Knie und Muskeln und konnte nicht mehr so reintreten – meine untere Zielzeit von 3:30h konnte ich aber gerade so halten. Auf der Laufstrecke war ich angespornt durch Elke und Thorsten wieder motivierter und konnte die ersten drei Runden relativ konstant meistern. Ab Kilometer 18 fing dann so langsam alles an zu schmerzen, vor allem aber die Knie…die Aussicht, die Mitteldistanz aber bald zu finishen, war Motivation genug, um mich dann ins Ziel zu tragen ☺…insgesamt habe ich mit 6:15h abgeschlossen, was gerade angesichts der Radstrecke und des ersten Mals sehr zufriedenstellend ist. Einen ganz herzlichen Dank auf jeden Fall an die Unterstützer und ich freue mich auf das nächste Mal – und dann natürlich im MTV-Dress!“

Für Nina Anna Kuhn begann das Rennen mit ordentlichem Schwimmen und einer guten, ersten Radrunde. „Vielleicht war ich ein bisschen übermotiviert, anders kann ich mir die Dummheit nicht erklären, wieso ich meine Trinkflaschen in einer Abfahrt umfüllte… Die Strafe folgte sofort mit einem Sturz über den Lenker, zum Glück direkt in den begrünten Straßengraben. Nachdem ich Lenker und Bremsen wieder gerichtet und alles einge­sammelt hatte, entschied ich mich, weiter zu machen. Die paar Schürfwunden würden mich sicher nicht behindern, allerdings war ich in den nächsten Abfahrten zurückhaltend unterwegs, weil ich mir unsicher war, ob das Rad wirklich OK ist. Die folgenden 45 Radkilometer waren allerdings kein Spaß, der Nackenbereich machte Probleme und die Schürfwunden am Arm scheuerten auf dem Auflieger, aber ich redete mir ein, dass ich auf der Laufstrecke, wie üblich, Zeit rausholen würde. Das Laufen ging dann allerdings gar nicht gut, meine Konkurrentinnen rannten an mir vorbei, ich kam nicht vom Fleck, alles tat weh und mein linkes Bein schmerzte bei jedem Schritt, aber irgendwann war es auch egal, nur noch ins Ziel, weit entfernt von einer guten Zeit. Am Tag danach erfuhr ich, dass ich mir beim Sturz ein Schleudertrauma zugezogen hatte – na gut, dann kann ich damit leben, dass das Laufen diesmal so gar nicht lief 😉 Sehr schade, dass ich meine derzeit gute Form nicht zeigen konnte.“

34. Moret Triathlon (1,9-92-21,1)

NameZeitAKPlatz
11Michael Böhler04:53:45 (00:26:43/00:01:37/02:51:52/00:01:33/01:31:59) m452
25Julia Theiß06:14:13 (00:32:40/00:01:59/03:31:08/00:02:12/02:06:10) w256
32Nina Anna Kuhn06:35:57 (00:40:57/00:02:40/03:42:40/00:01:40/02:07:58) w457

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.