„Schmerz vergeht – Stolz bleibt“: Kurzdistanzpremiere beim größten Triathlon der Welt

ITU World Triathlon Hamburg

Noch gar nicht so lange her, als Claus Werhahn eines Tages ins Lauftraining der Triathleten kam und kurze Zeit darauf auch ins Schwimmtraining. Er habe eine Kurzdistanz geplant und da sei es wohl sinnvoll, ein wenig Training im Verein zu absolvieren. Dass er noch nie zuvor bei einem Triathlon gestartet war, sich dann aber gleich mal den ITU World Triathlon in Hamburg ausgesucht hatte – den größten Triathlon der Welt – Hut ab, konnte man da nur sagen!

Claus Werhahn

Zielorientiert ging Claus das ganze an, fuhr als Zuschauer zum Woogsprint in Darmstadt und schaute sich mal an, wie das ganze so live abläuft. Zwei Wochen vor seinem Hamburg-Start fuhr er mit dem Damen-Liga-Team nach Waldeck und absolvierte auf dem anspruchsvollen Kurs des Erdersee-Triathlons sehr souverän seinen ersten Triathlon auf der Sprintdistanz und dann stand Hamburg nichts mehr im Wege.

Bei leichtem Regen und recht frischen Temperaturen fiel um 7:30 Uhr der Startschuss für Claus in Hamburg über die Kurzdistanz (1,5km Schwimmen – 40km Radfahren – 10km Laufen). Nach der erfrischenden Runde durch die Binnenalster in Hamburgs Innenstadt ging es weiter auf die sehr interessante Radstrecke. Diese führte über die Reeperbahn und durch Hamburgs Villenviertel und da diese Runde zweimal absolviert werden musste, blieb hinreichend Zeit, einige Impressionen aufzunehmen. Nach dieser abwechslungsreichen Fahrt durch den Regen ging es schließlich auf die Laufstrecke. „Die Muskelschmerzen nach dem Schwimmen waren beim Laufen weg, also konnte ich relativ beruhigt in den Lauf starten. Für die ersten sieben Kilometer lief ich relativ gleichmäßig, doch auf den letzten drei Kilometern wollte ich es wissen, da habe ich alles gegeben was ich hatte, auf dem letzten Kilometer bin ich nochmal richtig losgerannt und auf der Zielgeraden habe ich einen Mann, der mich vorher überholt hat, eingeholt. Der Zieleinlauf war nach diesen letzten drei Kilometern umso schöner. Ich war ziemlich fertig, meine Beine brannten, ich konnte nur mit Schmerzen die Treppenstufen zur Tribüne hoch steigen. Doch der Schmerz war schön. Und: Schmerz vergeht, Stolz bleibt!“, so Claus‘ Fazit am Ende des Tages.

Voller Stolz konnte er im Ziel auf eine Zeit unter drei Stunden blicken. Im Feld der 2.624 Männer auf dieser Distanz hatte er Platz 1.578 erreicht und sich damit im Mittelfeld der stark besetzten Altersklasse MAK1 behauptet – herzlichen Glückwunsch!

ITU World Triathlon Hamburg (1,5-40-10)

NameZeitAKPlatz
1445Claus Werhahn02:50:47 (00:37:17/00:07:28/01:14:48/00:04:01/00:47:15) AK159